Donnerstag, 22. Januar 2015

Z...-Wort

Wie gut, dass das Jubeljahr nun vorbei ist - dieser Post hätte die Freude getrübt.

Z...-Wort


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Es lässt sich nicht länger hinausschieben: das Z...-Wort. Wer neu ist in Winterthur, wird sich anfänglich über gewisse Animositäten wundern, die W&W an den Tag legen, wenn das Z…-Wort fällt. Man habe das Gefühl, Zürich sitze den Winterthurern ständig im Nacken, meinte meine Freundin Sônia kürzlich. Dies nach einem Zoobesuch in Zürich, als ihr Schwärmen für das tropische Klima der Masoala-Halle von Winterthurer Freunden mit kalter Verachtung quittiert wurde. 

Donnerstag, 8. Januar 2015

Yverdon-les-Bains



Das Jubeljahr ist vorbei - lassen wir es  nachklingen!

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Yverdons-les-Bains
Yverdon-les-Bains - das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, das schmeckt nach französischem ésprit, accent, savoir vivre, nach Wellness, See, Baden, kurz nach allem, was man in Winterthur vermissen könnte. «Ich fühlte mich in Yverdon so wohl, dass ich mich entschloss zu bleiben», schrieb anno dazumal der weitgereiste Jean Jacques Rousseau, um einen Monat später eiligst in sein Tagebuch zu notieren: „Ausweisung aus Yverdon, Flucht nach Môtier.“ Dies nachdem zehn Tage vorher sein reformpädagogischer Roman Emile in Genf öffentlich verbrannt worden war. 

Montag, 29. Dezember 2014

X-mas-Special



Anton Graff

X-Faktor

Die unbekannte Variable X steht für berühmte Söhne und Töchter dieser Stadt, die Sie vielleicht kennen, Ihr Nachbar aber nicht oder umgekehrt. X steht also etwa für Anton Graff, der sie alle vor der Linse seines geschulten Auges hatte, die Angehörigen der High Society des 18. Jh: Die Fürsten Europas standen Schlange für ein Porträt von ihm. Das berühmteste ist wohl jenes von Friedrich dem Grossen von Preussen. Auch die Dichterfürsten wurden von ihm porträtiert: Schiller, Körner, Wieland, Herder. Und Lessing meinte zu seinem Bildnis: „Sehe ich denn so verteufelt freundlich aus?“

Montag, 15. Dezember 2014

Winterthurerinnen & Winterthurer (W&W)


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W&W

Basel hat seinen Daig, Bern seine Patrizier – Sie wissen schon: „Syt der öpper oder nämet der Lohn?“ -, Zürich die Zünfter - und Winterthur … Also, in Winterthur ist alles etwas komplizierter: Winterthur hat seine Sulzers, Rieters,
Reinharts, Bühlers, Volkarts, Zieglers, Beuggers und so fort, alles Familien, die die Stadt in vieler Hinsicht geprägt haben. 

Montag, 1. Dezember 2014

Velostadt



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Velostadt

Viele kennen wohl den Prix Walo, jene Trophäe, welche jährlich für besondere Leistungen im Schweizer Showbiz  verliehen wird. Wenige scheinen aber zu wissen, dass es auch einen Prix Velo gibt. Dieser wird sinnigerweise von Pro Velo verliehen

Mittwoch, 12. November 2014

Uhrenflüsterer




Der Uhrenflüsterer

 Uhrenflüsterer

Womit gibt Mann an, wenn die Luxuskarosse geparkt ist? – Richtig, mit dem Chronographen. Das war auch schon vor 500 Jahren nicht anders. Nur hingen die Uhren damals nicht an Handgelenken, sondern an Türmen und fungierten als Statussymbole einer ganzen Stadt. Wie der Gemeinsinn seit damals kontinuierlich abhandenkam, liesse sich übrigens

Dienstag, 28. Oktober 2014

Technikum



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Technikum

Es war ein Gärtner, der 1851 die erste grosse Weltausstellung und damit das ganze Britische Empire vor einer Blamage rettete, die der Schau drohte, noch bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Schlösser und Spuk


Schlösser und Spuk

Es war eine wilde, finstere Zeit, als Winterthur sich im Bannkreis von zwei Burgen behaupten musste. Schaurig und hoch lag die eine über der tobenden Töss. Just hier soll einst der aufmüpfige Graf Werner von Winterthur sich verschanzt haben, nachdem der Unselige eine Rebellion gegen seinen Schwiegervater, Kaiser Konrad, angezettelt hatte. Der Kaiser schlug unbarmherzig zurück: Im Jahre des Herrn 1030 zerstörte er die Burg und bald darauf den Schwiegersohn. Die

Montag, 29. September 2014

Rieter


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Rieter
Angefangen hatte alles 1795 und – wie so oft – ganz bescheiden: mit einem Kolonialwarenladen an der Marktgasse und einem Ballen Baumwolle. Johann Jacob Rieter

Dienstag, 9. September 2014

Quotenfrauen



Else Züblin

Quotenfrauen

Frauenquoten produzierten Quotenfrauen, sagt man - weshalb Winterthur darauf verzichtet.  Doch wie steht es um die Frauenförderung? Hat die Stadt ihre Hausaufgaben gemacht? Müsste sie mal über die Bücher gehen oder ist alles im grünen Bereich? Politisch ist die Exekutive mit einem Frauenanteil von rund 30 % wohl Schweizer Durchschnitt. Im Grossen Gemeinderat brachten es die Frauen auf gute

Donnerstag, 28. August 2014

Pünt und Politik

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Pünt und Politik

Was liegt Ihnen näher: Politik oder Pünt? Wenn Sie nicht aus Winterthur sind, ist es vermutlich Politik, weil Ihnen Pünt nichts sagt. Für Politik spräche, dass „Politik die

Freitag, 8. August 2014

Oskar Reinhart


Oskar Reinhart mit seinen "Kindern"
Oskar Reinhart

Kennen Sie Downton Abbey? Wenn nicht, verlasse ich mich auf Ihre Phantasie. Wenn ja, wird es Ihnen leichtfallen, sich gedanklich in die Belle Epoque zu versetzen. Stellen Sie sich ein Herrenhaus vor, am besten gleich die Jugendstil-Villa Rychenberg und eine entsprechende Angestelltenschar. Dann haben Sie das Setting, in welchem der junge Oskar Reinhart aufwuchs. Deutschland, Russland und

Donnerstag, 17. Juli 2014

Nachfolgerinnen und Nachfolger


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Nachfolgerinnen und Nachfolger

Sind Sie Follower einer religiösen Überzeugung? Oder anders gefragt: Sind Sie mehr oder weniger überzeugter Christ, Muslim, Jude, Agnostiker oder gar Atheistin? Wo auch immer Sie

Montag, 7. Juli 2014

Musik

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Musik

Eines wird Ihnen sofort auffallen, wenn Sie in Winterthur unterwegs sind. Die Stadt verfügt über eine aussergewöhnlich

Dienstag, 17. Juni 2014

Lieblingsorte

Rathaus

Lieblingsorte

Jeder hat so seine Lieblingsorte: Meine Freundin Sônia beispielsweise bevorzugt einen Platz an der Sonne vor dem Gewerbemuseum, wo sie sich so richtig bis in die Knochen aufwärmen kann - für kalte Tage, wie sie sagt. Ich dagegen habe einen absolut wettersicheren Ganzjahresfavoriten: das Rathaus. Stellen Sie sich doch einmal an die Stadthausstrasse und blicken Sie durch die Rathaus-Passage Richtung Marktgasse (oder umgekehrt). Gibt es etwas

Freitag, 6. Juni 2014

Kultur




SommerTheater

Kultur

Winterthur kann sich einer Zahl von nicht weniger als 18 Museen rühmen. Das ist beträchtlich. Im Vergleich dazu: Luzern hat deren 12, Bern 17,

Mittwoch, 14. Mai 2014

Jenseits

Dieser Post ist dem namenlosen Kind gewidmet

Zeit loslassen

Jenseits

Wie haben Sie’s mit der Religion? Sie müssen diese Frage nicht schlüssig beantworten. Sie stellt sich aber im Hinblick auf ganz praktische Entscheidungen, etwa, wo und wie

Montag, 5. Mai 2014

Industriestadt



Bild: Daniel Sigrist

Industriestadt

Industrie, das tönt nach rauchenden Kaminen und dampfenden Maschinen, nach Büez, Schweiss und Arbeitersiedlung, aber auch nach Fortschritt, Villenarchitektur und dann fast zwangsläufig - nach

Donnerstag, 24. April 2014

Hedy Hahnloser


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Hedy Hahnloser


H.H. war eine Frau, die keine halben Sachen machte. Das hielt sie so als junge Arztgattin, später als Kunstsammlerin und Mäzenin, aber auch in Krisen und Krankheit. Zeitgenossen schwanken in ihrem Urteil zwischen „Grand Old Lady“ und „alte Hexe“. Wer H.H. besser kannte, wie ihre Malerfreunde mit den grossen Namen, schätzte ihren Scharfsinn und im

Montag, 14. April 2014

Grossstadtglück


Happy!

Grossstadtglück


Jede Grossstadt hat so ihren Ruf. In Bern, sagt man, seien die Menschen etwas langsamer als der Durchschnitt, in Zü-„rich“ etwas reicher, in Genf etwas internationaler, in Basel etwas geistreicher (das finden freilich v.a. die Basler), in Lausanne etwas kultivierter (oder war’s umgekehrt?). Und in Winterthur, immerhin sechstgrösste Stadt der Schweiz?